Review zum Ewa-Marine U-AX Unterwassergehäuse

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Datum: 28.10.2006 12:00:00

Gliederung:

Daten

Hersteller: Ewa Marine
Produktlink: Ewa Marine U-AX
Gewicht:  
Größe HxBxL = 24x17x(12-17)
maximale Tiefe: 20m
Neupreis: UVP: 240 ?

Eindrücke

Als es dieses Jahr nach Kroatien in den Urlaub gehen sollte und mir klar wurde, dass es ans Meer geht, wollte ich unbedingt ein Unterwassergehäuse für meine Canon EOS 350D. Da ein Hartschalengehäuse aus Plastik oder Aluminium aus Kostengründen nicht zur Wahl stand, blieb mir eigentlich nur das ein EWA-Marine Beutel. Da ich bisher diesen Beuteln extrem negativ gegenüber stand und eigentlich so einer Tüte keine paar hundert Euro anvertrauen wollte, lies ich die Idee erst einmal fallen, als es dann allerdings so ca 2 Wochen vor dem Urlaub war, kam die Lust schlagartig wieder auf und ich begab mich auf Recherche im Internet, lass unzählige Threads auf dem d-forum.de und dslr-forum.de und nachdem dort viele Leute von der Zuverlässigkeit der EWA-Marine-Beutel sprachen, entschloss ich mich, mir auf die Schnelle noch einen solchen Beutel zuzulegen. Anrufe bei Media-Markt, Saturn und anderen Händlern waren erfolglos und verunsicherten mich weiter, weil dort diese Produkte nicht mehr geführt werden, weil zu vielen Leuten im Urlaub die Beutel abgesoffen waren. Naja, meine Entscheidung war zwar jetzt etwas wackeliger, aber stand noch fest genug mich weiter umzuschauen, letztendlich startete ich 2 Suche-Threads, einen im D-Forum einem im DSLR-Forum und begab mich selbst auf die Suche nach Angeboten. im D-Forum wurde ich dann fündig, der Thread war schon recht alt, aber jemand verkaufte dort 2 EWA-Marine-Beutel, den kleinen und den mit Erweiterung für einen Blitz. Der kleine war leider schon weg, also blieb mir nichts übrig als den mit Blitz zu nehmen. Nach einigem hin und her, weil die Post keinen Express und Nachnahme-Versand auf die Reihe bekommt, ging das Teil dann per Nachnahme raus und traf 2 Tage vor Abreise ein. Eigentlich wollte ich das Gehäuse noch in einem lokalen See in leerem Zustand testen, dazu reichte mir die Zeit allerdings nicht, mehr als eine 200l Regentonne, gab es also nicht zum testen. Im Urlaub angekommen kam die Angst wieder auf, aber nach 2 Tagen traute ich mich dann endlich mit der Kamera ins Wasser.

Ich habe es nicht bereut! Auch wenn die Bedingungen, ohne Bleigurt wegen dem etwas hohen Auftrieb beim schnorcheln recht bescheiden waren, war ich zufrieden. Die Bedienung des relevanten Knopfs an der Kamera, dem Auslöser ging ertaunlicherweise sehr gut, auch wenn der eigentlich wohl damals für Analoge Kameras gedachte Beutel das ein oder andere Problem mit der Digitalen hatte. Besonders störend war, dass durch den Druck und das etwas ungewöhnliche Handling unter Wasser, öfters die Knöpfe auf der Rückseite gedrückt wurden und sich so die Kamera verstellte, von ISO Einstellungen, über deaktivieren des Fokus bis zum aktivieren des Rotaugenblitzes, war die volle Palette in den 2 Tagen die ich mit der Kamera im Wasser war, vertreten, ausserdem war an der Stelle wo das Display war, leider zum Teil ein undurchsichtiger Teil.

Pflege und Kontrolle

Vor dem Bad

Zu den wichtigsten Punkten überhaupt gehört bei dem Unterwassergehäuse die Pflege und Kontrolle. Wenn man ins Wasser will, heißt das nicht einfach Kamera rein schrauben zu und ab ins Wasser. Ich bin immer folgendermaßen vorgegangen:

Als erstes die Kamera fertig eingestellt in dem Beutel verstauen zusammen mit ein paar Siliciabeuteln (Klebeband oder ähnliches wirkt hier Wunder und verhindert, dass die Silicabeutel im Beutel während dem Tauchgang herumfliegen und stören. Dann sollte man sich ein sauberes Tuch, irgendetwas was nicht fusselt besorgen, damit säubert man dann gründlich vor jedem verschließen den Verschluss des Beutels, wo später der Metallverschluss angebracht wird, ab jetzt sollte man es auch unterlassen mit den Fingern allzuviel anzufassen um keine Fettabdrücke im Verschluss des Beutels zu hinterlassen. Dann sollten die Schrauben überprüft werden, dass kein Dreck im Gewinde oder an den Schraubenköpfen hängt. Da jedes bisschen Luft zusätzlichen Auftrieb und mehr unnötige Bewegungsfreiheit für die Kamera und den Blitz bedeutet, sollte man so viel wie Möglich Luft aus dem Beutel bekommen, bevor man ihn fest verschließt! Nun sollten der Metallverschluss vorsichtig mit den Schrauben durch die Löcher im Beutel geschoben werden und die 3 Schrauben festgezogen werden. Da nach fest ab kommt, sollte man sie zwar gut festziehen, aber sie nicht dabei abreisen.

Nach dem Bad

Nicht nur vor dem Gang ins Wasser sollte der Beutel gepflegt werden, auch danach sollte er am besten sofort[bevor man die Kamera herausholt] soweit das möglich ist mit Wasser gesäubert werden, um wenn man im Meer war den Beutel und den Verschluss von Dreck und Salzwasserrückständen zu befreien und zu verhindern dass Salzwasserreste an die Kamera oder das Objektiv kommen.

Allgemeines

Man sollte den Beutel möglichst nicht in der prallen Sonne liegen lassen um ihn nicht unnötig zu strapazieren, sonst wird das Gummi irgendwann milchig und spröde.

Anmerkungen zum Umgang mit dem U-AX und der 350D

Der Ewa Marine Beutel U-AX ist nur für kleine bis mittlere Kameras geeignet, eine 1er Canon wird wohl kaum Platz darin finden, ich denke die 300D, 20D/30D sollten auf jeden Fall platz darin finden, bei der 5D bin ich mir nicht sicher. Da die 350D jedoch recht klein ist, und mit BG-E3 leider zu groß ist (Das Schaumgummikissen existiert bei mir nicht mehr), sollte man die Kamera etwas unterbauen und unter Umständen auch umbauen. Ich habe hierbei zu etwas Karton gegriffen den ich gefalltet habe und mit Klebeband umwickelt habe. Das ganze dann unter die Kamera und auf die rechte Seite, ein streifen doppelseitiges Klebeband kann hier zur Fixierung der Kamera genutzt werden. Diese Fixierung ist wichtig, weil man damit verhindert, dass sich die Kamera im Gehäuse verschiebt, was wiederum dazu führen kann, dass der an der Hinterseite angebrachte Runde Punkt für den Sucher verrutscht und somit nicht mehr vernünftig durch den Sucher schauen kann, was im und unter Wasser dann sehr ärgerlich sein kann. Oder auch dass sich das Gestell in dem das Objektiv eingespannt ist verschiebt und man den Plastikring der um die Glasscheibe angebracht ist mit auf dem Bild hat.

Photos

Zu beachten ist erstmal, dass die vordere Glasscheibe nur einen Durchmesser von 75mm hat, bei Vollformat-Linsen am Crop, kann der Frontdurchmesser der Objektive zwar auch etwas größer sein ohne dass es zu Vignettierung kommt, aber auch der Platz im vorderen Tubus ist recht begrenzt. Von meinen Objektiven, haben nur das 18-55mm, das 50mm 1.8 und das Fischauge in den Tubus gepasst. Im Endeffekt war das Kitobjektiv das einzige Objektiv das ich, trotz der schlechten Abbildungsleistung meines Exemplars, unter Wasser genutzt habe. Das lag an verschiedenen Gründen, einerseits wollte ich zumindest etwas flexibel sein und da unter Wasser ein Wechsel des Objektivs natürlich nicht in Frage kommt, war das Zoom die einzige Lösung, desweiteren hat es im Vergleich zum 50/1.8 den Vorteil der geringen Naheinstellungsgrenze von nur 28cm, was gerade bei Krebsen, Sepien und anderem Getier von Vorteil war. Das Peleng Fischauge hat leider trotz Cropfaktor mit starker Vignettierung durch den Plastikring zu kämpfen und kam so für mich auch nicht infrage.

Photos

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