Review zum Crumpler Brians Hottub
Datum: 28.02.2006 12:00:00Gliederung:
- Warum ich mich für einen Crumpler entschieden habe
- Was soll alles reinpassen ?
- Wie bringe ich das alles unter ?
- Verarbeitung und Aufbau
- Photos
- Größenvergleich zu anderen Rucksäcken
- Fazit
Warum ich mich für einen Crumpler entschieden habe
Nach einiger Recherche im Internet, auf der Suche nach dem perfekten Transportmittel für meine DSLR, fand ich nach einiger Suche im dslr-forum.de verschiedene Crumpler-Taschen, die mir auf Anhieb gefiehlen, einerseits durch das moderne Aussehen im Vergleich zu Konkurenzprodukten, andereseits durch die vielfältige Einsetzbarkeit, die Große Auswahl und soweiter. Gegen Weihnachten stieg dann meine Anforderung und es sollte noch ein 15" Notebook mit reinpassen, daher entschied ich mich nun nicht mehr nur nach einer Tasche zu suchen, sondern gleich nach einem großen Rucksack der meine anforderungen erfüllt.
In die engere Auswahl kamen da eigentlich nur:
- Shrinkle
- The Champ
- Brians Hottube
Nachdem die Homepage von Crumpler leider mehr oder minder nicht zu einem vernünftigen Vergleich getaugt hat, weil nicht viel mehr als nackte Tatsachen hinter einem sehr verwirrenden Flash-Design zu finden waren, bin ich schließlich über Google zu Taschenkaufhaus.de gekommen, wo ich unter der URL: http://www.taschenkaufhaus.de/crumpler_rucksack.html eine sehr gute Übersicht über alle Crumpler fand, mit vernünftigen Bildern, Beschreibungen und den Maßen.
The Champ gefiel mir von der Aufteilung her nicht, ich wollte nicht unter allem anderen meine heiß geliebte DSLR auf dem Boden sehen. Nachdem ich dann geschaut hatte welche Größe mein Notebook haben wird und ich hier einen tieferen Akku einsetzen wollte, kam eigentlich nur noch Brians Hottub in Frage. Auch wegen meines schon 4 Linsen umfassenden Objektivfuhrparks, sollte hier ausreichend Stauraum für alles vorhanden sein.
Dann ging es ans Bestellen, da ich noch einen Rabattgutschein zur Verfügung hatte bei Computer Universe und hier eh noch was anderes brauchte, bestellte ich gleich und dann begann das warten auf meinen Crumpler... .
Ein paar Tage später lag der bekannte gelbe Zettel der DHL im Briefkasten, dass wohl ein Paket auf der Post zur Abholung bereitlag. Wieder zuhause angekommen, war ich begeistert, der Rucksack übertraf meine Erwartungen was den Stauraum anging noch um ein ganzes Stückchen, jetzt ging es erstmal darum zu schauen wie ich denn mein ganzes Equipment da unterbekomme.
Was soll alles reinpassen ?
Zu verstauen galt es mein Photoequipment:
- Canon EOS 350D - Digital Rebel XT mit Batteriegriff BG-E3
- MS Peleng 8mm f3.5
-
Sigma 70-300mm F4,0-5,6 DG APO MAKRO SUPER II mit Plastik-Gegenlichtblende -
Canon 18-55mm F3.5-5.6 Kit-Objektiv - Sigma 20mm F1,8 EX DG DF RF Aspherical
- Canon EF 50mm F1.8 MK I mit Gummi-Gegenlichtblende
- Sigma 150mm F2,8 EX DG APO HSM IF MAKRO mit Plastik-Gegenlichtblende
- Canon EF 300mm F4.0 L IS USM
- PD7X Imagetank
- 5 Ersatz-Akkus
- Esprit Protector Tasche für Akkus, Speicherkarten, Werkzeug (Giottos Imbus-Kit fürs Stativ) und anderer Krimskrams
- Hama Polfilter 52mm in einer Box
- Hoya R72 IR-Filter 58mm in einer Box
- Effektfilter 5fach Stern 52mm in einer kleinen runden Box
- Hama Filter-Adapter-Ring 52->58 in einer box
- Metz Mecablitz 20 BC 6
- Kenko SHQ 1,5 Telekonverter
- Kenko 300 PRO 2,0 Telekonverter
- Hama 19-in-1-Cardreader
- 512 MB Toshiba CF-Karte
- 256 MB SanDisk
- 1024 MB Sandisk Ultra II
- 2048 MB Sandisk Ultra II
- Canon 350D Akku-Ladegerät
- außen angebracht: Giottos MT 9180 Alu-Stativ mit Manfrotto 322RC2 ActionGrip Stativkopf
und natürlich mein Notebook mit Zubehör:
- 15" IBM Thinkpad R52 1846-64G mit einem Hochleistungsakku
- Hochleistungsakku fürs Thinkpad
- Ersatzakku fürs Thinkpad (Standard-Akku)
- Netzteil fürs Thinkpad
- Microsoft Wheel Mouse Optical USB
- 10 Meter Netzwerk-Kabel für den Fall aller Fälle
- Everglide Giganta Quake III-Mousepad
weiteres:
- ca 5-6 kleine Silica-Beutel gegen mögliche Feuchtigkeit
Was bringe ich das alles unter?
Nach vielen Versuchen, umräumen, rausräumen, umstecken der Klett-Einteilungen und soweiter hatte ich dann endlich eine gute Lösung gefunden.
Das Thinkpad kommt natürlich in die dazu vorgesehene Notebook-Einlage, mit dort rein kommt das Everglide Mousepad. Mein Hauptproblem war der Hochleistungsakku, der leider nicht in die tasche vorne an der Notebook-Einlage passte, daher wurde umgebaut, der Hochleistungsakku als Standardakku, der normale Akku in die Tasche, weil der passt nämlich ohne drücken rein.
Da sich glücklicherweise bei beiden Sigmas die Gegenlichtblende verkehrtherum aufschrauben lässt, konnte ich beide ohne Probleme hochkannt in einen dafür passenden Einschub stecken. Für das Canon EF 50mm F1.8 MK I bastelte ich auch noch einen passenden Einschub zusammen, das Kit-Objektiv kam auf die Kamera und ein großer Teil war schon untergebracht. Akkus, Filter, Fernbedienung, Bajonnetverschluss und Objektivverschluss, kamen alles in die kleine Tasche im oberen Bereich, somit war die komplette Rechte Seite und die Mitte bis zum Kit-Objektiv noch frei. In der Mitte konnte ich jetzt meine Maus unterbringen, rechts dann das Notebook-Netzteil. In den kleinen Einschüben neben der 350D brachte ich jetzt den Metz-Blitz auf der einen und die Silicia-Päckchen, auf der anderen Seite unter. Die Netzwerkkabel legte ich einfach zusammengerollt über alles und dann hab ich den Reisverschluss des Klett-Käfigs zugemacht. Rucksack zu und Stativ mit Stativkopf an den Laschen an der Aussenseite befestigt.
Aufsetzen, Wohlfühlen, war jetzt angesagt und da ich gleich mal den Tragekomfort testen wollte, gings gleich mal bißchen raus in die Natur, paar Bilder machen. Der Brustgurt leistet super Dienste und macht das Tragen noch viel gemütlicher.
Verarbeitung und Aufbau des Brians Hottub
Wetterfest
Nachdem ich wetterbedingt jetzt schon mehrfach bei Schnee, Regen und schlechtem Wetter drausen war, muss ich dem Crumpler mein Lob aussprechen, trotz mehr als 3 Stunden am Stück in
starkem Schneefall, ca. 3/4 Stunde am Stück im Regen, es ist bis jetzt kein Tropfen Wasser in das Innere des Rucksacks gekommen, auch die äußeren Taschen blieben bis jetzt von den
äußeren Einflüssen verschont.
Durch einen Zwischenfall mit Müller Milch musste ich den Rucksack auch schonmal "waschen", hab ihn einfach in der
Badewanne eingeweicht, es war erstaunlich wie dicht der Rucksack war, wenn man ihn mit Wasser füllte und hochhob.
Verarbeitung
Sämtliche Nähte und Übergänge sehen stabil aus und werden wohl einiges Aushalten, nicht umsonsts gibts 99 Jahre Garantie auf die Nähte. Auch die Klettverschlüsse haben große starke Hacken, die nicht so aussehen als ob sie nach 5 mal neu positionieren schon den Geist aufgeben.
Faktor Gemütlichkeit
Ich kann mich nicht erinnern jemals einen Rucksack auf den Schulter gehabt zu haben, der mit so einem Gewicht (Die Vollaustattung sind momentan > 20kg) sich noch so gemütlich Tragen
lässt, das Gewicht fühlt sich gut verteilt an, sobald man den Brustgurt schließt, wird der Rücken noch mehr entlastet und man spürt das Gewicht schon fast gar nicht mehr.
Da ich jedem Tag mit dem Rucksack zur Arbeit (jeden Tag ca 4*0,5 km Fussweg bis zur Bushaltestelle) unterwegs war, war ich froh über die gepolsterten Schultergurte, schneiden sich kein
bißchen in die Schultern, durch die dicke Polsterung am Rücken spürt man auch nicht was man in dem Rucksack gerade spazieren trägt.
Aktuell ist er wenn ich an die Uni gehe nur mit Notebook, 350D mit aufgesetztem Canon EF 50mm F1.8 MK I drin, sowie ein bissel was zu essen, trinken ... etc.
Einteilung
Die Einteilung des Crumplers ist super gelöst, durch die variablen Einteilungen mittes Klettverschluss ist fast jede erdenkliche Aufteilung des Platzes möglich und wenn man mal wirklich allen Platz für etwas anderes braucht, nimmt man einfach den kompletten gepolsterten Einsatz heraus und hat nochmal eine Menge mehr stauraum, auf Kosten der Polsterung, somit ist der Rucksack nicht nur für das mitnehmen einer Photoausrüstung oder Ähnlichem geeignet, sondern auch in allen anderen Bereichen einsetzbar wo man einfach nur viel Platz braucht.
Inhalt
Gesamte Liste aller Teile und Behältnisse des Crumpler Brian Hottub:
- Der Rucksack selbst
- Die gepolsterte Einlage
- Notebook-Einlage mit Fronttasche
- Gittertasche mit Reisverschluss
- 2 Lange variable Einteilungsstreben
- 2 Einteilungen mit Flügeln
- 5 Klettverschluss-Einteilungen in verschiedenen tiefen
- 4 Spannklettverschlüsse für das sichern von Ausrüstung
- Klettverschluss-Abdeckung
- 2 verstellbare gepolsterte Schultergurte
- verstellbarer Brustgurt
- 2 äußere Schlaufen (eine variabel einstellbar) für das Anbringen weitere Behältnisse oder eines Statives
- 3 Taschen an der Aussenseite
Optional ist noch für ca 15 € ein Bauchgurt erhältlich.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt nicht viel was ich mir wünschen würde was besser sein könnte, praktisch wäre wenn beide der äußeren Schlaufen einstellbar wäre und man dem Rucksack vieleicht unten noch 2 Schlaufen am Boden angebracht hätte damit man dort z.b. einen Schafsack oder ähnliches unterbringen kann.
Photos - Crumpler Brians Hottub
Sorry für die Qualität, aber mehr hat die Kodak meiner Eltern nicht hergegeben ... kann aber auch an meiner Bedienung gelegen haben ... irgendwie komisch so ne Digicam ...
Der Crumpler von Hinten
Der Crumpler von Vorne
Der Crumpler offen
Der Crumpler offen und DSLR-Case offen
Der Crumpler mit rausgenommenem DSLR-Case
Der Crumpler mit rausgenommenem DSLR-Case und ohne Notebookinlay
Das DSLR-Case geschlossen
Das DSLR-Case offen
Aufs Bild klicken für ein größeres Bild.
Größenvergleich Crumpler Brians Hottub zu anderen Rucksäcken
Danke an filnko für diese Bilder.
Hier sieht man mal den Größenvergleich zu anderen Rucksäcken.
Aufs Bild klicken für ein größeres Bild.
Fazit - Brians Hottub
Alles in allem hat sich der Brians Hottub super geschlagen bis jetzt :), ein super Gerät, er lässt sich gut Tragen, besitzt ein gutes System zum verstauen
allermöglichen Krimskrams und ich denke, dass ich mit meinem Crumpler eine schöne Zeit haben werde und sich die Investition auf jeden Fall gelohnt hat.
Vor allem weil ich ja noch etwas etwas Platz im inneren und vor allem in sämtliche Taschen außen habe. Wer noch Fragen hat, vieleicht spezielle Bilder will oder ähnliches, kann mir
gerne eine Email über das Kontakt-Formular schicken.
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Benjamin Steininger ist Informatik-Student an der
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